in Debian, Ubuntu

Debian VirtualBox VMs verlieren Netzwerk

Das kommt recht oft vor: beim Umstellen des Netzwerkmodus, beim Versuch, eine VirtualBox VDI auf ein anderes Host-System zu verlegen, bei Verwendung einer bereitgestellten VDI… Systeme mit Debian oder Ubuntu erkennen keine Netzwerk-Karte, was sich in erster Linie einmal darin äussert, dass vom DHCP-Server keine IP bezogen wird.

Die Ursache liegt in der automatischen Konfiguration von Debian-Systemen: die MAC-Adresse wird entweder fix eingetragen oder durch einen Mechanismus bezogen, der sich den ursprünglichen Zustand beim Aufsetzen merkt. Damit ist die ursprüngliche Kennung eth0 vergeben, die neue wird unter einen anderen Namen (eth1) angelegt. Das macht natürlich das Übernehmen auf andere Hosts oder einfach auch nur das Umschalten der Netzkonfiguration oder den Wechsel der MAC-Adresse im VirtualBox-Setup eines Guests zu einer Tortur.

Diagnose

Wird kein Netzwerk erkannt, liefert ifconfig keine eth0 (oder die ursprünglich definierte Netzwerkschnittstelle). Jedoch liefert ifconfig -a eine abweichende Schnittstelle, etwa eth1.

Behebung Debian 5 (Lenny)

im Verzeichnis /etc/udev/rules.d/ zwei Änderungen vornehmen:
Erstens in einer Datei xxx-persistent-net-generator.rules (xxx ist dabei ein numerische Vorsilbe für die Reihenfolge, es sollte aber nur eine -persistent-net-generator.rules geben) in der ersten Zeile eintragen:
GOTO="persistent_net_generator_end"
Das verhindet die automatische Ausführung der Netzwerkkartenerkennung.

Zweitens in einer Datei xxx-persistent-net.rules (da sollte es auch nur eine geben) alle aktiven Einträge mit “#” deaktivieren.

Nach einem reboot sollte die Netzwerkkarte wieder richtig erkannt werden, und vom DHCP eine IP-Adresse zugewiesen bekommen.

Vielen Dank für den ursprünglichen Tipp hier.

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