Ubuntu 11.04 mit Unity – der blanke Irrsinn

Die gute Nachricht: Natty Narwhal hat sich auf meinem hochgezüchteten ASUS G73 problemlos updaten lassen.

Die schlechte Nachricht: nach nur ein paar Minuten rumspielen ist bereits klar geworden, dass Unity definitiv kein Weg zur Freundschaft mit Ubuntu ist. Von mir aus soll das auf Systemen Sinn machen, die mit Stiften oder Fingern bedient werden – aber das Gewische steht weder auf meinem Notebook noch auf meinem Desktop zur Diskussion.

Und die Mängel und Defizite sind dramatisch:

  • Wozu hab ich eine rechte Maustaste? Manche bisher über Rechtsklick erreichbare Funktionen sind jetzt nur mehr durch Stöbern in den Menüs zu haben.
  • Der Arbeitsflächenumschalter ist zu einer nutzlosen Bildergalerie verkommen: um zu einer anderen Arbeitsfläche zu wechseln, kostet das jetzt gleich mehrere Klicks zu viel: Arbeitsflächenumschalter anklicken, dann malt er die Bildchens hin, und dann noch doppelklicken zum Wechseln – wem fällt sowas ein? Das muss direkt gehen, sonst macht es gar keinen Sinn. Allein diese Verschlechterung kostet mich wahrscheinlich an einem durchschnittlichen Arbeitstag eine zusätzliche Viertelstunde.
  • Abgetrennte Menüs á la MAC: das geht gar nicht. Ich habe keine Lust, meine Menüs zu suchen – hej, ich hab mir extra Screens mit maximaler Auflösung gekauft, da sind die Wege zum Menü echt ein Thema.
  • Wo zum Teufel sind die Systemeinstellungen? Da scheint man die Philosophie von Windoof über nommen zu haben: braucht ja eh keiner…

Ich lass es mal auf einem Nebenschauplatz installiert, mal sehen, ob ich mich damit wenigstens irgendwie anfreunden kann. Für eine Produktivumgebung ist Unity aber definitv nicht brauchbar. Man kann aber beim Login – versteckt unten in der Fußzeile – auf Classic umstellen, dann kriegt man wieder Gnome 2.

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