Ein Fehlerteufel für Datenbankentwickler

Manche Lösung eines Problems lässt sich rasch implementieren und behebt, was grade stört oder setzt um, was grade sein muss. Ob diese Umsetzungen dann auch zukunftsträchtig sind, welchen Overhead sie nach sich ziehen oder welche Auswirkungen sie bis in die zugreifenden Applikationen hinein haben, steht oft nicht so sehr im Mittelpunkt des Interesses.

Fehler, die typischerweise gemacht werden aber nicht auftreten sollten, werden Anti-Patterns genannt. Bill Karwin hat mit SQL Antipatterns: Avoiding the Pitfalls of Database Programming ein Buch über die meisten dieser Fehler vorgelegt:

Neben Lösungen für das Design von Trees, Multicolumn Attributes oder die optimale Anwendung von Indexes beschäftigt sich das Buch auch mit typischen Mängeln in Abfragen:

  • Umgang mit NULL-Werten
  • Komplexere Aufgaben mit Groups
  • Zufallsauswahlen
  • Suchfunktionen
  • Spaghetti-Query
  • Implizite Spalten

Auch applikationsseitig gibt es solche Anti-Patterns: die Absicherung gegen SQL Injection ist davon nur eines der bekanntesten, das auch andernorts häufig behandelt wird, gleichfalls das allzu unsichere Speichern von Passwords. In eine andere Kategorie fallen fehlende IDs oder überhaupt Methoden, zuverlässig gültige IDs für neue Datensätze zu vergeben.

Im Anhang fasst Bill Karwin seine Regeln für die Normalisierung knapp und konzise zusammen – das ersetzt so manches umfangreichere Werk allein darüber.

In seinem Blog Keeping It Simple gibt es laufend weitere exzellente Tipps und Darstellungen.

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